ErzŠhlte Verwandlung: Eine Poetik epischer Metamorphosen (Ovid-Kafka- Ransmayr). By Friedmann Harzer. Studien zur deutschen Literatur, 157.
TŸbingen: Niemeyer, 2000. Pp. viii + 231. DM 76.
"Metamorphosen haben, so scheint es, Konjunktur" (p. 1). Das ist die Ausgangslage
fŸr Friedmann Harzers Studie Ÿber die Poetik epischer Metamorphosen.
ErzŠhlte Verwandlungen gliedern Zeit und sie drŸcken ZustandsverŠnderungen
aus. Sie bringen Verwandlungen ins Bild und eršffnen damit einen Spielraum,
der ein Geflecht von Beziehungen zwischen den Metamorphosen freilegt und
der textŸbergreifend wirkt. Die vorliegende Untersuchung geht dabei von Ovid
aus und entwirft die Prinzipien einer narrativen Metaphorologie und Poetik,
die die ErzŠhlung physischer wie auch psychischer Metamorphosen beinhaltet.
Dabei wird in erster Linie auf zwei verschiedene Metamorphose-Konzepte zurŸckgegriffen:
ein diskontinuierliches, das sich in unvermittelten SprŸngen und
BrŸchen offenbart, und ein kontinuierliches, das einen Prozess darstellt. Die
diskontinuierlichen Verwandlungen-von Menschen in Steine etwa-erzŠhlen
von oft nicht hintergehbaren GrenzŸberschreitungen, die kontinuierlichen von
sogenannten "natŸrlichen" Prozessen-dem biologischen Werden und Vergehen
beispielsweise.
Sabine Wilke
University of Washington |
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